So können Sie Ihre Website auf Black Friday vorbereiten: 8 Strategien
Sep 17, 2026
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By Vera P.
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11 Min Lesezeit
Damit es bei erhöhtem Traffic keine bösen Überraschungen gibt, sollten Sie Ihre Website auf Black Friday vorbereiten, indem Sie Ihr Hosting auf die Spitzenlast auslegen, wichtige Seiten möglichst schlank halten und den Checkout vor Beginn der Rabattaktion testen.
Vor allem die Geschwindigkeit zählt. Müssen Käufer zu lange auf eine Seite warten, brechen sie den Besuch ab. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit kostet Sie daher potenzielle Kunden, die den Checkout gar nicht erst erreichen.
Mit diesen acht Strategien bleibt Ihr Onlineshop auch am Black Friday schnell und reaktionsfähig:
- Legen Sie die Hosting-Kapazität auf erhöhten Traffic aus.
- Testen Sie den Onlineshop mit dem für die Rabattaktion erwarteten Traffic.
- Optimieren Sie Kampagnen- und Produktseiten.
- Nutzen Sie Caching für gemeinsam genutzte Seiten, ohne Kundendaten zwischenzuspeichern.
- Stellen Sie statische Dateien über ein Content Delivery Network (CDN) bereit.
- Reduzieren Sie nicht benötigten Drittanbieter-Code.
- Testen Sie sämtliche Checkout- und Zahlungsabläufe.
- Überwachen Sie die Rabattaktion und halten Sie einen getesteten Wiederherstellungsplan bereit.
1. Planen Sie die Hosting-Kapazität für erhöhten Traffic am Black Friday
Um die benötigte Hosting-Kapazität für den Black Friday zu bestimmen, schätzen Sie zunächst die maximale Anzahl gleichzeitiger Benutzer – also wie viele Käufer Ihren Onlineshop zur selben Zeit nutzen werden. Prüfen Sie anschließend, ob Ihr Hosting-Plan diese Last bewältigen kann, ohne seine Limits zu erreichen.
Die Zahl der gleichzeitigen Benutzer ist wichtiger als die Anzahl der täglichen Besuche, da Ihr Server nur eine begrenzte Anzahl von Anfragen gleichzeitig verarbeiten kann. Ist diese Kapazität ausgeschöpft, werden Seiten langsamer oder laden gar nicht mehr. Eine einzige Werbe-E-Mail kann innerhalb weniger Minuten so viel Traffic erzeugen wie sonst ein ganzer Tag.
Als zuverlässiger Ausgangswert eignet sich folgende Formel: Sitzungen in der Spitzenstunde × durchschnittliche Sitzungsdauer in Sekunden ÷ 3.600. Verzeichnet ein Onlineshop in seiner stärksten Stunde 6.000 Sitzungen bei einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 240 Sekunden, ergibt das etwa 400 gleichzeitige Benutzer. Betrachten Sie diesen Wert als Minimum, nicht als Zielwert.
Nicht jeder Besucher belastet den Server gleich stark. Das Aufrufen einer Produktseite benötigt deutlich weniger Serverkapazität als das Hinzufügen eines Artikels zum Warenkorb oder der Checkout. Schätzen Sie deshalb nicht nur die Gesamtzahl der Käufer, sondern auch, wie viele sich voraussichtlich in den einzelnen Phasen des Kaufprozesses befinden werden.
Vier Faktoren begrenzen, wie viel gleichzeitigen Traffic Ihr Hosting-Plan bewältigen kann:
- CPU und Arbeitsspeicher. Die Rechenleistung und der verfügbare Arbeitsspeicher für die Verarbeitung der einzelnen Anfragen.
- PHP-Worker. Prozesse, die dynamische Anfragen wie Warenkorbaktualisierungen verarbeiten. Sind alle Worker ausgelastet, müssen neue Anfragen warten.
- Datenbankverbindungen. Die maximale Anzahl gleichzeitiger Abfragen, etwa zu Lagerbeständen, Preisen und Bestellungen.
- Speichergeschwindigkeit. Sie bestimmt, wie schnell Dateien und Datenbankeinträge gelesen und geschrieben werden.
Beachten Sie, dass unbegrenzte Bandbreite nicht mit unbegrenztem Traffic gleichzusetzen ist. Die Bandbreite beschreibt die Datenübertragung, während Traffic-Spitzen dennoch die Verarbeitungskapazität Ihres Servers überlasten können.
Die Webhosting-Pläne von Hostinger verfügen in hPanel über den Bereich Ressourcennutzung. Prüfen Sie ihn vor der Rabattaktion, um zu sehen, wie nah die Auslastung an den jeweiligen Limits liegt.

Für eine eintägige Spitzenlast lohnt sich ein dauerhaftes Upgrade nur selten. Mit der kostenlosen Hostinger-Funktion Plan erweitern erhalten Sie für 24 Stunden die Kapazität eines höheren Plans. Öffnen Sie dazu in hPanel das Optionsmenü Ihres Plans und wählen Sie Ressourcen erweitern, um die Funktion zu aktivieren.
Profi-Tipp
Die kostenlose Erweiterung lässt sich einmal pro Monat und Konto für 24 Stunden aktivieren. Planen Sie sie deshalb für den Zeitraum mit der höchsten erwarteten Auslastung ein. Bei Cloud-Hosting-Plänen stehen außerdem kostenpflichtige Erweiterungen für 7 oder 30 Tage zur Verfügung. Die 7-Tage-Option deckt das gesamte Wochenende vom Black Friday bis zum Cyber Monday ab.

2. Testen Sie Ihren Onlineshop mit dem erwarteten Black-Friday-Traffic
Um Ihren Onlineshop unter Black-Friday-Bedingungen zu testen, simulieren Sie den vollständigen Kaufprozess – vom Aufrufen der Seiten über Warenkorbaktualisierungen bis zum Checkout – mit der zuvor berechneten Anzahl gleichzeitiger Benutzer. Beobachten Sie dabei, welche Bereiche langsamer werden oder ausfallen.
Vier Testarten beantworten unterschiedliche Fragen:
| Testart | Was wird simuliert? | Was erfahren Sie daraus? |
|---|---|---|
| Lasttest | Ihr prognostizierter Traffic | Ob Ihr Onlineshop den erwarteten Traffic ohne Leistungseinbußen bewältigt |
| Traffic-Test | Ein plötzlicher Traffic-Anstieg nach dem Versand einer E-Mail oder dem Start einer Werbeanzeige | Ob sich Ihr Onlineshop erholt, wenn sehr viel Traffic auf einmal eintrifft |
| Stresstest | Traffic oberhalb der erwarteten Spitzenlast, um die Belastungsgrenze zu ermitteln | Ab welchem Traffic-Aufkommen die Performance nachlässt |
| Dauertest | Über mehrere Stunden anhaltend hoher Traffic | Ob Ihr Onlineshop bei länger andauernder Belastung stabil bleibt |
Für diese Tests benötigen Sie ein Lasttest-Tool, das mehrere virtuelle Käufer gleichzeitig durch Ihren Onlineshop führt. k6 ist eine beliebte kostenlose Option für Entwickler. BlazeMeter bietet einen browserbasierten Recorder, der ohne Programmierung funktioniert. Im kostenlosen Tarif ist die Anzahl der gleichzeitig simulierbaren virtuellen Käufer jedoch begrenzt.
Konfigurieren Sie den Test so, dass er das Verhalten echter Käufer nachbildet. Als realistischer Ausgangspunkt können 70 % der virtuellen Benutzer durch den Shop navigieren, 20 % den Warenkorb aktualisieren und 10 % den Checkout durchlaufen. Passen Sie diese Verteilung anhand Ihrer eigenen Analysedaten an.
Legen Sie vor dem Test fest, welche Ergebnisse als bestanden gelten: Seiten laden innerhalb von 2,5 Sekunden, weniger als eine von 100 Anfragen schlägt fehl und der Checkout wird erfolgreich abgeschlossen.
Führen Sie den Test anschließend in fünf Schritten durch:
- Schicken Sie zunächst eine kleine Anzahl virtueller Benutzer durch den Onlineshop, um die korrekte Einrichtung des Tests zu überprüfen.
- Erhöhen Sie die Anzahl schrittweise bis zur zuvor berechneten Zahl gleichzeitiger Benutzer.
- Überschreiten Sie diese Spitzenlast, um einen plötzlichen Anstieg zu simulieren, etwa nach dem Versand einer Werbe-E-Mail.
- Beobachten Sie, ab wann Seiten langsamer werden, Fehler auftreten oder die Serverressourcen stark ausgelastet sind.
- Beheben Sie zuerst das erste gefundene Problem und führen Sie den Test anschließend erneut durch.
Variieren Sie die Testdaten. Rufen alle virtuellen Käufer dieselbe Produktseite auf, fängt der Cache einen Großteil der Last ab und die Ergebnisse fallen deutlich besser aus als unter realen Bedingungen. Verwenden Sie unterschiedliche Produkte, Kategorien und Warenkorbinhalte, damit die einzelnen Anfragen tatsächlich verarbeitet werden müssen.
Beziehen Sie Live-Zahlungssysteme nicht in Lasttests ein. Stripe weist darauf hin, dass in seiner Testumgebung strengere Anfragelimits gelten. Hoher Traffic kann dort deshalb irreführende Fehlermeldungen auslösen. Ersetzen Sie den Zahlungsaufruf durch einen Mock, also eine simulierte Antwort, und testen Sie Zahlungen separat.
Profi-Tipp
Ein hoher PageSpeed-Wert ersetzt keinen Lasttest. PageSpeed misst eine einzelne Seite unter festgelegten Bedingungen. Ein Lasttest dagegen prüft den gesamten Onlineshop bei steigender Auslastung.
3. Halten Sie Black-Friday-Landingpages und Produktseiten schlank
Komprimieren Sie die Bilder Ihrer Black-Friday-Kampagne, laden Sie alle Inhalte unterhalb des zuerst sichtbaren Bereichs verzögert und entfernen Sie zusätzliche Banner, Countdown-Timer und Pop-ups, die für die Rabattaktion hinzugefügt wurden.
Beginnen Sie mit den Seiten, auf denen der erste Besucheransturm zu erwarten ist, beispielsweise der zentralen Black-Friday-Landingpage, beworbenen Kollektionen und Ihren meistverkauften Produktseiten. Testen Sie jede Seite zunächst auf einem Smartphone und erst danach auf einem Desktop-Gerät: Laut den Black-Friday-Statistiken von Hostinger entfielen 2024 53 % der gesamten US-amerikanischen Onlineausgaben während der Feiertagssaison auf Mobilgeräte.
Drei Kennzahlen der Core Web Vitals geben die Zielwerte für eine schnelle Website vor:
- Largest Contentful Paint (LCP) – der Hauptinhalt wird innerhalb von 2,5 Sekunden angezeigt.
- Interaction to Next Paint (INP) – die Website reagiert innerhalb von 200 Millisekunden auf Tippen und Klicken.
- Cumulative Layout Shift (CLS) – während des Ladens verschiebt sich das Layout um weniger als 0,1.
Google misst alle drei Kennzahlen am 75. Perzentil realer Besuche. Einige wenige schnelle Seitenaufrufe gleichen daher eine langsame Mehrheit nicht aus.
Kampagnenbilder verursachen häufig den größten zusätzlichen Datenumfang. Komprimieren Sie jedes Bild vor dem Hochladen und stellen Sie mobilen Besuchern eine kleinere Version bereit, statt Smartphones eine für Desktop-Geräte dimensionierte Datei herunterladen zu lassen.
Nutzen Sie Lazy Loading für Bilder unterhalb des zuerst sichtbaren Bereichs, damit sie erst geladen werden, wenn Käufer dorthin scrollen. Das Hero-Bild oder Hauptproduktbild muss dagegen sofort geladen werden. Ein verzögertes Laden würde gerade die Inhalte verlangsamen, die Käufer zuerst sehen.
Testen Sie die Seiten erneut, nachdem die letzte Kampagnenänderung veröffentlicht wurde. Eine Seite, die im Oktober noch schnell geladen hat, kann im November deutlich langsamer sein, wenn inzwischen ein größeres Hero-Bild, ein Countdown-Widget und ein Chat-Tool hinzugekommen sind.
4. Nutzen Sie Caching für stark besuchte Seiten, aber nicht für Kundendaten
Nutzen Sie Caching für stark besuchte Landingpages, Kategorie- und Produktseiten, um die Serverlast am Black Friday zu reduzieren. Seiten mit persönlichen Kundendaten wie Warenkorb, Checkout und Kontoseiten müssen Sie jedoch ausschließen.
Diese Inhalte Ihres Onlineshops können sicher zwischengespeichert werden:
- die Black-Friday-Landingpage,
- Kategorie- und Kollektionsseiten,
- Inhalte auf Produktseiten, die für alle Käufer identisch sind,
- Bilder, Stylesheets, Skripte und Schriftarten.
Diese Bereiche dürfen nicht über einen Full-Page-Cache zwischengespeichert werden:
- Warenkörbe,
- Checkout-Seiten,
- Kundenkonten,
- personalisierte Preise und Empfehlungen,
- Bestellbestätigungen.
Ihr Onlineshop speichert Inhalte gleichzeitig an mehreren Stellen zwischen: auf dem Server, im Browser und in verwendeten Caching-Plugins. Wenn Sie Aktionspreise oder Angebote aktualisieren, leeren Sie alle betreffenden Caches und nicht nur einen davon. Andernfalls sehen einige Käufer weiterhin veraltete Inhalte. Verwenden Sie bei WordPress nur ein Caching-Plugin, um Konflikte zu vermeiden.
Der Hostinger Cache Manager steuert das serverseitige LiteSpeed-Caching. Aktivieren Sie im Dashboard Ihrer Website Automatischer Cache, um statische Inhalte zwischenzuspeichern und den Cache alle 30 Minuten zu aktualisieren. Die Pläne Unlimited und Cloud Startup umfassen außerdem einen Objekt-Cache, der häufig abgefragte Datenbankergebnisse wie Produktabfragen speichert.

Laden Sie nach Ihren letzten Änderungen die wichtigsten Seiten manuell neu, um deren Cache zu aktualisieren. Klicken Sie unmittelbar vor der Rabattaktion nicht auf Alle löschen. Werden sämtliche zwischengespeicherten Seiten gelöscht, muss der Server sie für die ersten Besucher von Grund auf neu erzeugen – und wird dadurch ausgerechnet dann langsamer, wenn Geschwindigkeit besonders wichtig ist.
5. Stellen Sie statische Inhalte über ein CDN bereit
Aktivieren Sie ein CDN über Ihr Hosting oder einen CDN-Anbieter. Prüfen Sie anschließend, ob Bilder, Stylesheets, Skripte und Schriftarten tatsächlich darüber und nicht von Ihrem Hauptserver geladen werden.
Ein CDN speichert Kopien dieser Dateien auf Servern weltweit. Käufer laden sie dadurch von einem nahe gelegenen Standort herunter. Gleichzeitig erreichen weniger Anfragen Ihren Hauptserver, sodass ihm mehr Kapazität für Checkout und Bestellverarbeitung zur Verfügung steht.
Der Checkout selbst wird dadurch nicht ausgelagert. Wenn Käufer Artikel in den Warenkorb legen, Lagerbestände prüfen oder eine Zahlung abschließen, werden diese Anfragen weiterhin auf Ihrem Hauptserver verarbeitet. Ist dessen Kapazität ausgeschöpft, kann ein CDN allein eine Verlangsamung daher nicht verhindern.
Die Hostinger CDN lässt sich im Dashboard der Website unter Performance → CDN aktivieren. Klicken Sie auf Aktivieren und prüfen Sie anschließend, ob statische Dateien über das CDN geladen und Ihre Aktionsinhalte korrekt angezeigt werden.

6. Entfernen Sie nicht benötigte Drittanbieter-Skripte
Entfernen oder verzögern Sie jedes Drittanbieter-Skript – also Code externer Dienste –, das nicht unmittelbar für die Navigation im Onlineshop, den Warenkorb oder den Checkout erforderlich ist. Gerade bei Black-Friday-Kampagnen kommen schnell zahlreiche Skripte zusammen: Countdown-Timer, Pop-ups, Chat-Widgets, Heatmaps, A/B-Test-Tools sowie zusätzliche Werbe- und Analyse-Tags.
Skripte für Zahlungen, Einwilligungen und Betrugsprävention müssen aktiv bleiben.
Reduzieren Sie die Skripte in vier Schritten. Prüfen Sie Ihre Seite zunächst mit PageSpeed Insights, um festzustellen, welche Skripte die Ladezeit am stärksten beeinflussen. Deaktivieren Sie anschließend das betreffende Skript vorübergehend und laden Sie die Seite neu, um den Unterschied zu überprüfen.
Verzögern Sie im dritten Schritt die verbleibenden nicht benötigten Skripte, sodass sie erst geladen werden, nachdem der Hauptinhalt angezeigt wird. Entfernen Sie im vierten Schritt Duplikate. Zwei Analyse-Tags mit derselben Funktion verursachen unnötigen zusätzlichen Aufwand.
Testen Sie auch den Fehlerfall: Prüfen Sie, wie sich die Seite verhält, wenn ein Drittanbieterdienst langsam oder nicht erreichbar ist. Ein Chat-Widget, das nicht geladen werden kann, darf nicht die gesamte Seite blockieren.
Prüfen Sie vor dem Entfernen von Tracking-Code, welche Daten dadurch erfasst werden. Eine schnellere Seite, bei der Sie die Kampagnenmessung verlieren, tauscht lediglich ein Problem gegen ein anderes.
7. Testen Sie jedes Checkout- und Zahlungsszenario
Testen Sie vor dem Black-Friday-Ansturm sämtliche Kaufszenarien, die Ihre Kunden durchlaufen können – einschließlich der Fälle, in denen etwas fehlschlägt.
Warenkorb- und Checkout-Seiten lassen sich nicht sicher vollständig zwischenspeichern und müssen deshalb für jeden Käufer neu erzeugt werden. Genau dann, wenn der Traffic am höchsten ist, belasten sie den Server also stärker. Ein Fehler an dieser Stelle kostet Sie nicht nur Ladezeit, sondern einen Verkauf.
Testen Sie folgende Szenarien:
- Fügen Sie beworbene Produkte zum Warenkorb hinzu.
- Ändern Sie Mengen und entfernen Sie Artikel.
- Testen Sie den Checkout als Gast und mit Kundenkonto.
- Prüfen Sie, ob die Aktionspreise auf Produktseite, im Warenkorb und im Checkout übereinstimmen.
- Testen Sie gültige, ungültige und abgelaufene Gutscheine.
- Prüfen Sie Versandkosten- und Steuerberechnungen.
- Testen Sie alle angebotenen Zahlungsmethoden.
- Prüfen Sie abgelehnte Karten und erneute Zahlungsversuche.
- Testen Sie 3D-Secure-Prüfungen, also die zusätzliche Verifizierung, die einige Banken verlangen.
- Prüfen Sie den Schutz vor doppelten Bestellungen, etwa wenn ein Käufer zweimal auf Bezahlen klickt oder die Bestätigungsseite neu lädt.
- Prüfen Sie die Bestätigungsseite und die Bestätigungs-E-Mail.
Führen Sie die Zahlungsszenarien ausschließlich in der Testumgebung Ihres Zahlungsanbieters durch, niemals mit Live-Zahlungen. Karten für den Testmodus ermöglichen erfolgreiche Zahlungen, Ablehnungen und Authentifizierungsprüfungen, ohne dass tatsächlich Geld übertragen wird.
Drei Ergebnisse zeigen, dass der Ablauf zuverlässig funktioniert: Jede erfolgreiche Zahlung erzeugt genau eine Bestellung, fehlgeschlagene Zahlungen erzeugen niemals als bezahlt gekennzeichnete Bestellungen und bei erneuten Zahlungsversuchen wird niemals doppelt abgebucht.
8. Richten Sie Monitoring und einen getesteten Wiederherstellungsplan ein
Richten Sie Warnmeldungen für jeden Schritt des Kaufprozesses ein und legen Sie vorab fest, wer bei einer Warnung reagiert. Eine reine Verfügbarkeitsüberwachung reicht nicht aus. Solche Tools prüfen lediglich, ob Ihre Website antwortet, und können deshalb einen fehlerfreien Status melden, obwohl der Checkout nicht funktioniert.
Überwachen Sie insbesondere folgende Werte:
- Verfügbarkeit der Landingpage,
- Antwortzeiten der Produktseiten,
- Erfolgsquote beim Hinzufügen zum Warenkorb,
- Abschlussrate des Checkouts,
- Fehlerrate bei Zahlungen,
- Serverfehler (5xx-Antworten, die auf einen Fehler des Servers selbst hinweisen),
- CPU- und Arbeitsspeicherauslastung.
Weisen Sie jeder Warnmeldung eine konkrete verantwortliche Person zu. Halten Sie außerdem bereits vor der Rabattaktion die Kontaktdaten Ihres Hosting-Anbieters, Entwicklers und Zahlungsanbieters fest. Mitten in der Nacht während eines Ausfalls lassen sich Verantwortlichkeiten nur schlecht verteilen.
Erstellen Sie vor dem endgültigen Start der Kampagne ein aktuelles Backup und stellen Sie es anschließend an einem sicheren Ort wieder her, um seine Funktionsfähigkeit zu überprüfen.
Nehmen Sie in den Tagen vor dem Black Friday keine wesentlichen Änderungen mehr an Ihrer Website vor. Neue Plugins, Theme-Updates und ungetestete Add-ons können ausgerechnet zum ungünstigsten Zeitpunkt Probleme verursachen. Speichern Sie eine Kopie der aktuell funktionierenden Version, damit Sie problematische Änderungen schnell rückgängig machen können.
Bei Hostinger umfassen Premium-Pläne wöchentliche Backups. Die Pläne Unlimited und Cloud Startup bieten tägliche Backups sowie Backups auf Abruf, die sich beispielsweise unmittelbar vor dem endgültigen Start der Rabattaktion erstellen lassen.
Wenn Sie eine ältere Datenbank wiederherstellen, wird der gesamte Onlineshop auf diesen früheren Stand zurückgesetzt. Bestellungen, die nach dem Backup eingegangen sind, gehen dabei verloren. Vergleichen Sie während einer laufenden Rabattaktion deshalb vor der Wiederherstellung den Zeitstempel des Backups mit den neuesten Bestellungen.
Was tun, wenn Ihre Website am Black Friday langsamer wird oder ausfällt?
Wenn Ihr Onlineshop langsamer wird, gehen Sie in einer festen Reihenfolge vor: Stellen Sie zunächst fest, was nicht funktioniert, und beheben Sie anschließend den größten Engpass. Probleme, die den Checkout blockieren, haben dabei Vorrang.
- Testen Sie den Kaufprozess selbst. Rufen Sie die Landingpage, ein beworbenes Produkt, den Warenkorb und den Checkout auf. Geben Sie anschließend eine kleine echte Bestellung auf und erstatten Sie den Betrag wieder.
- Betrachten Sie Fehlermeldungen und Ressourcenauslastung gemeinsam. Eine hohe CPU- oder Arbeitsspeicherauslastung zusammen mit Serverfehlern deutet auf ein Kapazitätsproblem hin. Treten Fehler bei normaler Ressourcenauslastung auf, spricht das eher für eine fehlerhafte Änderung oder einen ausgefallenen Drittanbieterdienst.
- Deaktivieren Sie nicht benötigte Funktionen. Chat, Empfehlungskarussells, Videos und Hintergrundprozesse belegen Ressourcen, die Sie so wieder für Käufer freigeben.
- Erhöhen Sie vorübergehend die Hosting-Kapazität. Aktivieren Sie die Erweiterungsoption Ihres Hosting-Anbieters, sobald die Ressourcendiagramme zeigen, dass der Server sein Limit erreicht hat.
- Schützen Sie den Checkout und vereinfachen Sie gleichzeitig die Navigation. Weiten Sie das Caching auf öffentlich zugänglichen Seiten aus und stellen Sie sicher, dass Warenkorb und Checkout weiterhin nicht zwischengespeichert werden und vollständig reaktionsfähig bleiben.
- Machen Sie die letzte riskante Änderung rückgängig. Wechseln Sie zur vorherigen funktionierenden Version zurück, wenn die Verlangsamung unmittelbar nach einer Aktualisierung eines Plugins, Themes oder Skripts begonnen hat.
- Kontaktieren Sie den Kundendienst Ihres Hosting-Anbieters. Wenn sich das Problem mit keiner der anderen Maßnahmen beheben lässt, wenden Sie sich direkt an den Kundendienst. Dort können Probleme auf Serverebene diagnostiziert werden, die für Sie nicht sichtbar sind.
Anhand der Symptome lässt sich die Ursache eingrenzen: Ist die Website langsam, während der Checkout funktioniert, sind in der Regel Verbesserungen beim Caching und bei der Bereitstellung der Inhalte erforderlich. Lädt die Website dagegen schnell, während der Checkout ausfällt, deutet das auf ein Problem mit dem Zahlungsdienst oder zu viele gleichzeitige Checkout-Anfragen hin.
Wenn Zahlungen fehlschlagen, während alles andere normal funktioniert, liegt die Ursache in der Regel beim Zahlungsanbieter und nicht beim Hosting. Prüfen Sie dessen Statusseite und wenden Sie sich an den Anbieter, statt Hosting-Einstellungen zu ändern, die mit dem Problem nichts zu tun haben.
Unerklärlicher Traffic, der Ressourcen verbraucht, ohne Verkäufe zu generieren, stammt häufig von Bots. Blockieren Sie diesen Traffic über die Firewall Ihres Hosting-Anbieters oder die Ratenbegrenzung Ihres CDN, damit die Kapazität wieder echten Käufern zur Verfügung steht.
Welche Seiten sollten Sie bei einer Verlangsamung zuerst schützen?
Schützen Sie zuerst Warenkorb, Checkout, Zahlungsablauf und beworbene Produktseiten, denn diese Schritte entscheiden darüber, ob kaufbereite Kunden ihre Bestellung abschließen können. Andere Bereiche können eine Stunde lang beeinträchtigt sein, ohne unmittelbar Umsatz zu kosten. Ein ausgefallener Checkout dagegen verhindert jede Bestellung, die während des Ausfalls versucht wird.
Ist Ihre Website bereit für den Black Friday?
Ihre Website ist bereit für den Black Friday, wenn fünf Bereiche geprüft und einsatzbereit sind: Hosting-Kapazität, Seitengeschwindigkeit, Checkout, Monitoring und Wiederherstellung.
Behandeln Sie die abschließende Prüfung als Freigabeprozess: Jeder Punkt muss bestanden sein. Andernfalls wird der Start so lange zurückgestellt, bis das Problem behoben ist.
| Prüfung | Bestanden, wenn … |
|---|---|
| Hosting-Kapazität | Lasttests Ihre erwartete Spitzenlast erreichen und die Ressourcenauslastung dabei unter den Limits Ihres Plans bleibt |
| Checkout | alle Zahlungsszenarien auf Mobil- und Desktop-Geräten wie erwartet funktionieren, einschließlich abgelehnter Zahlungen und erneuter Zahlungsversuche |
| Seitengeschwindigkeit | die endgültigen Kampagnenseiten auf Mobilgeräten die Zielwerte der Core Web Vitals erreichen |
| Monitoring | die Warnmeldungen funktionieren und eine festgelegte verantwortliche Person erreichen sowie die Kontaktdaten Ihres Hosting-Anbieters, Entwicklers und Zahlungsanbieters gespeichert sind |
| Wiederherstellung | ein aktuelles Backup vorhanden und dessen Wiederherstellung getestet ist sowie eine Kopie der aktuell funktionierenden Website gespeichert wurde |
Der Black Friday 2026 fällt auf den 27. November. Schließen Sie die erste vollständige Testrunde zwei bis drei Wochen vorher ab. Wiederholen Sie die Prüfungen der Seiten und des Checkouts, nachdem die endgültigen Kampagnenbanner und Tags eingebunden wurden.
Eine umfassendere Optimierung der Website-Geschwindigkeit mit fortgeschrittenen Maßnahmen, die über die Vorbereitung einer Kampagne hinausgehen, ist eine ganzjährige Aufgabe und keine Maßnahme für den letzten Moment.
Eine gute Performance sorgt dafür, dass Ihr Onlineshop dem Besucheransturm standhält – die Kampagne bringt die Käufer. Bereiten Sie deshalb auch Ihren Onlineshop auf den Black Friday vor und kümmern Sie sich um Angebote, Lagerbestand und Marketing. Führen Sie alle Prüfungen durch, beheben Sie jeden Punkt, der die Freigabe verhindert, und sorgen Sie dafür, dass am 27. November nur der Andrang für Hochbetrieb sorgt.
Alle Tutorial-Inhalte auf dieser Website unterliegen Hostingers strengen redaktionellen Standards und Normen.
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