Domain übertragen: So geht’s in 6 einfachen Schritten

Domain übertragen: So geht’s in 6 einfachen Schritten

Die meisten Menschen übertragen eine Domain, um von besseren Verlängerungspreisen zu profitieren, Dienste bei ihrem Hosting-Anbieter zu bündeln oder schlechtem Kundensupport zu entkommen.

Um Ihre Domain zu einem neuen Registrar zu übertragen, entsperren Sie sie zunächst bei Ihrem aktuellen Anbieter und besorgen Sie sich den Authentifizierungscode (EPP-Code).

Starten Sie als Nächstes den Transfer bei Ihrem neuen Registrar, indem Sie Ihren Domainnamen und den EPP-Code eingeben.

Führen Sie abschließend Prüfungen nach dem Transfer durch, um sicherzustellen, dass Ihre DNS-Einstellungen korrekt sind und weder Ihre Website noch Ihre E-Mails ausfallen.

Wissenswertes vor dem Transfer einer Domain

Bevor Sie eine Domain übertragen, stellen Sie sicher, dass sie einige wichtige Voraussetzungen erfüllt: Sie muss älter als 60 Tage sein, entsperrt sein und darf sich weder im Rücknahme-Status befinden noch für einen Transfer gesperrt sein.

Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat eine 60-Tage-Transferregelung, die Domain-Übertragungen innerhalb von 60 Tagen nach der Erstregistrierung oder einem vorherigen Transfer verhindert.

Die Sperre gilt auch, wenn Sie die Kontaktdaten des Registranten vor Kurzem aktualisiert haben. Beachten Sie neben den Regeln von ICANN auch die folgenden Voraussetzungen für einen Domaintransfer:

  • Status der Domain. Die Domain muss den Status „Aktiv“ oder „OK“ haben. Sie darf weder abgelaufen sein noch sich in der Rücknahmefrist befinden oder zur Löschung anstehen.
  • Domain-Entsperrung. Deaktivieren Sie die Registrar-Sperre bei Ihrem aktuellen Anbieter. Diese Sicherheitsfunktion verhindert unbefugte Übertragungen.
  • Kontozugriff. Stellen Sie sicher, dass Sie vollständigen Zugriff auf das Verwaltungsportal Ihrer Domain und auf die in den Kontaktdaten angegebene administrative E-Mail-Adresse haben, da alle Bestätigungs-E-Mails an diese Adresse gesendet werden.

Schritte zum Übertragen einer Domain zu einem neuen Registrar

Der Domain-Transfer umfasst sechs Schritte: Entsperren Ihrer Domain, Anfordern des EPP-Codes, Einleiten des Transfers bei Ihrem neuen Registrar, Genehmigen der Anfrage, Überprüfen Ihrer DNS-Einstellungen und Aktualisieren Ihrer WHOIS-Einträge nach Abschluss des Transfers.

1. Domain entsperren

Das Entsperren Ihrer Domain ist der erste Schritt, um einen Transfer zwischen Registraren zu ermöglichen. Diese Sicherheitseinstellung – oft als Registrar-Sperre oder Transfersperre bezeichnet – verhindert unbefugte Änderungen an Ihrer Domain.

Um die Registrar-Sperre zu entfernen, melden Sie sich im Control Panel Ihres aktuellen Anbieters an.

  • Bei GoDaddy: Gehen Sie zu Ihrer Domainliste, wählen Sie die Domain aus und öffnen Sie die Domaineinstellungen. Dort finden Sie einen Schalter, mit dem Sie die Sperre deaktivieren können.
  • Bei Namecheap: Gehen Sie zur Domain List, klicken Sie neben Ihrer Domain auf Manage und scrollen Sie zu Domain Lock, um die Funktion zu deaktivieren.

Die meisten Registrare führen diese Option an einer ähnlichen Stelle – in der Regel unter Domainverwaltung oder Sicherheitseinstellungen.

2. Den Autorisierungscode (EPP-Code) anfordern

Der EPP-Code ist ein eindeutiges Passwort, das bestätigt, dass Sie berechtigt sind, die Domain zu übertragen. Er wird auch als Domain-Transfer-Code oder Autorisierungsschlüssel bezeichnet.

Ihr aktueller Registrar stellt diesen Code bereit, in der Regel in demselben Bereich, in dem Sie die Domain entsperrt haben. Er wird normalerweise direkt auf dem Bildschirm angezeigt oder an die administrative E-Mail-Adresse der Domain gesendet.

Kopieren Sie diesen Code – Ihr neuer Registrar benötigt ihn, um den Transfer abzuschließen.

3. Den Transfer bei Ihrem neuen Registrar starten

Um den Transfer zu starten, reichen Sie Ihren Domainnamen und den EPP-Code bei Ihrem neuen Registrar ein. Ein Domain-Registrar ist ein akkreditiertes Unternehmen, das Registrierungen und Transfers von Domainnamen verwaltet, etwa Hostinger, Namecheap oder GoDaddy.

Die meisten Registrare haben eine eigene Seite für Domaintransfers. Bei Hostinger geben Sie beispielsweise über den Service zum Transfer Ihres Domainnamens den Domainnamen ein, den Sie umziehen möchten, und das System führt Sie durch die Eingabe Ihres EPP-Codes.

Registrare berechnen für einen Transfer in der Regel eine Gebühr – bei .com-Domains meist zwischen 8 und 20 € –, die eine obligatorische Verlängerung um ein Jahr einschließt. Diese Verlängerung ist von ICANN vorgeschrieben und wird zum aktuellen Ablaufdatum Ihrer Domain hinzugefügt.

4. Die Übertragungsanfrage genehmigen

Nachdem Sie den Domain-Transfer gestartet haben, müssen Sie ihn per E-Mail bestätigen. Ihr aktueller Registrar sendet eine Bestätigungsnachricht an die E-Mail-Adresse des administrativen Kontakts, die im WHOIS-Eintrag Ihrer Domain aufgeführt ist.

Klicken Sie in dieser E-Mail auf den Genehmigungslink, um den Domain-Transfer zu bestätigen. Wenn Sie die Nachricht verpassen oder die Freigabe verzögern, schlägt die Übertragung fehl, und Sie müssen den Vorgang neu starten.

Prüfen Sie Ihren Spam- oder Junk-Ordner, wenn die E-Mail nicht innerhalb weniger Stunden ankommt.

5. DNS-Einstellungen überprüfen

Nachdem der Transfer des Domainnamens innerhalb von fünf bis sieben Tagen abgeschlossen ist, vergewissern Sie sich, dass Ihre Website und E-Mail weiterhin ordnungsgemäß funktionieren.

Ihre DNS-Einträge sollten während des Transfers unverändert bleiben, es empfiehlt sich jedoch zu prüfen, ob Ihre DNS-Einstellungen weiterhin korrekt verweisen.

Melden Sie sich im Control Panel Ihres neuen Registrars an und prüfen Sie Folgendes:

  • Ihre Nameserver verweisen weiterhin auf den richtigen Ort (Ihren Webhosting-Anbieter oder DNS-Anbieter).
  • Ihre A-, CNAME– und MX-Einträge sind weiterhin vorhanden, wenn Sie DNS-Einträge direkt bei Ihrem Registrar verwalten.

6. WHOIS-Einträge aktualisieren

Wenn Sie Ihren WHOIS-Eintrag nach einem Domain-Transfer aktualisieren, bleiben Ihre Eigentums- und Kontaktdaten korrekt und auf dem neuesten Stand.

Melden Sie sich dazu im Dashboard Ihres neuen Registrars an und prüfen Sie, ob alle Ihre WHOIS-Kontaktdaten – Registrant, Admin und technischer Kontakt – korrekt sind.

ICANN verlangt korrekte Angaben, damit Sie wichtige Benachrichtigungen zu Ihrer Domain erhalten können.

Außerdem ist jetzt ein guter Zeitpunkt, den Domain-Datenschutz (WHOIS-Schutz) zu aktivieren. Dadurch werden Ihre persönlichen Daten in der öffentlichen WHOIS-Datenbank verborgen und Sie sind besser vor Spam und Identitätsdiebstahl geschützt.

Häufige Probleme, die Domaintransfers verzögern

Domaintransfers verzögern sich häufig durch gesperrte Domains, falsche Autorisierungscodes, veraltete Kontaktinformationen, unbezahlte Rechnungen oder die 60-Tage-Sperre von ICANN nach WHOIS-Änderungen.

  • Registrar-Sperre. Wenn die Domain-Transfersperre (auch Registrar-Sperre genannt) bei Ihrem bisherigen Registrar noch aktiv ist, lehnt Ihr neuer Registrar den Transferantrag automatisch ab.
  • Falscher EPP-Code. Der Autorisierungscode unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung und muss exakt wie angegeben eingegeben werden. Am sichersten vermeiden Sie Tippfehler, indem Sie den Text kopieren und einfügen.
  • Abweichende Kontaktdaten oder Datenschutz. Die Kontakt-E-Mail-Adresse der Domain zu aktualisieren, ist entscheidend. Wenn der WHOIS-Datenschutz aktiviert ist oder die Admin-E-Mail veraltet ist, erhalten Sie die Bestätigungs-E-Mail nicht, und die Übertragung läuft ab.
  • Status der Domain. Wenn die Domain abgelaufen ist, sich in der Rücknahmefrist befindet oder eine offene Zahlung aussteht, müssen Sie diese Probleme zunächst mit Ihrem aktuellen Registrar klären, bevor der Transfer beginnen kann.
  • 60-tägige Sperre. Wenn Sie die Domain in den letzten 60 Tagen registriert oder übertragen haben, blockieren die ICANN-Regeln den Transfer, bis dieser Zeitraum abgelaufen ist.

Wann sollten Sie den Transfer einer Domain vermeiden?

Übertragen Sie Ihre Domain nicht, wenn sie kurz vor dem Ablauf steht oder wenn auf Ihrer Website gerade besonders viel Traffic ist.

Auch wenn der Vorgang in der Regel reibungslos verläuft, sollten Sie einen Transfer besser verschieben, wenn Sie gleichzeitig andere größere Änderungen vornehmen. Übertragen Sie Ihre Domain zum Beispiel nicht an demselben Tag, an dem Sie Ihre Website umziehen oder wichtige DNS-Einträge aktualisieren.

Ein weiterer riskanter Domain-Umzug liegt vor, wenn Ihre Domain in weniger als einer Woche abläuft. Jede Verzögerung könnte dazu führen, dass sie in die Rücknahmefrist fällt, was kostspielig ist und sich nur schwer lösen lässt.

Soll ich meine Domain übertragen oder weiterleiten?

Ein Domaintransfer überträgt die Registrierung einer Domain an ein neues Unternehmen, das anschließend die Verwaltung und Abrechnung übernimmt. Möglicherweise müssen Sie die Domain selbst jedoch nicht immer übertragen.

Wenn eine Domain auf eine andere verweisen soll, zum Beispiel wenn meine-alte-marke.com auf meine-neue-marke.com weiterleitet, benötigen Sie dafür nur eine Weiterleitung.

Wenn Sie hingegen mit Ihrem aktuellen Registrar zufrieden sind, aber einen anderen Webhosting-Anbieter nutzen möchten, können Sie Ihre Nameserver aktualisieren, ohne die gesamte Domain zu übertragen.

Ob Sie weiterleiten oder übertragen, hängt von Ihrem Ziel ab – also davon, ob Sie die Abrechnung konsolidieren oder lediglich Traffic weiterleiten möchten.

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Erstellt von

Vera P.

Vera ist eine erfahrene Lokalisierungs-Spezialistin bei Hostinger und optimiert erfolgreich Inhalte für globale Zielgruppen. Dank ihres umfassenden SEO-Wissens sorgt sie dafür, dass Hostingers Webhosting-Dienste für ein breites Publikum sichtbar, zugänglich und attraktiv sind. Mit Kreativität mit Präzision überwindet sie Sprachbarrieren in ihren Projekten und trägt so dazu bei, Hostingers Reichweite zu vergrößern und Kunden weltweit ein nahtloses Erlebnis zu bieten.

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