Jan 28, 2026
Faradilla A.
6Min. Lesezeit
Der 404-Error ist ein HTTP-Statuscode, der angibt, dass der Webserver die angeforderte Webseite nicht finden kann. Dies tritt in der Regel auf, wenn die URL falsch eingegeben wurde oder wenn eine Seite gelöscht oder an eine andere Adresse verschoben wurde, ohne dass eine Weiterleitung eingerichtet ist.
Zur Behebung eines 404-Fehlers sollten zunächst defekte Links identifiziert und deren Ursache analysiert werden – etwa ein Tippfehler in der URL oder eine nicht mehr vorhandene Seite. Anschließend kann entweder der fehlerhafte Link korrigiert oder eine Weiterleitung auf eine relevante, aktive Seite eingerichtet werden.
Für Website-Betreiber stellen häufig auftretende 404-Error ein ernstzunehmendes Problem dar. Sie können Besucher abschrecken und zu einer schlechten Benutzererfahrung führen. Darüber hinaus wirken sich solche Fehler negativ auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) aus, da sie das Crawling und die Indexierung der Website durch Suchmaschinen beeinträchtigen.

Ein 404-Error kann verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten zählen:
Zur Behebung eines 404-Error sollte zunächst mit grundlegenden Maßnahmen zur Fehlerbehebung begonnen werden, etwa dem Löschen des Browser-Cache oder der Überprüfung der URL auf Tippfehler. Wenn Sie der Betreiber der Website sind, kann es zusätzlich erforderlich sein, die DNS-Einstellungen Ihrer Domain zu überprüfen, Dateiberechtigungen anzupassen oder Backups wiederherzustellen.
In vielen Fällen lässt sich ein 404-Fehler bereits mit einfachen Maßnahmen beheben. Für Website-Besucher empfiehlt es sich, zunächst die folgenden Schritte durchzuführen, um festzustellen, ob das Problem durch den Browser oder das verwendete Gerät verursacht wird:
Besteht der Fehler weiterhin, empfiehlt es sich, den Betreiber der Website zu informieren. Suchen Sie dazu nach Kontaktinformationen auf der Kontaktseite oder im Footer der Website und weisen Sie auf den aufgetretenen 404 Error hin.
Wenn Sie eine WordPress-Website bei Hostinger betreiben, können Sie alternativ die KI-Fehlerbehebung im hPanel verwenden, um 404-Fehler automatisch zu erkennen und in vielen Fällen direkt zu beheben.
Verweist Ihre Domain nicht korrekt auf den Hosting-Server, kann dies ebenfalls zu einem 404-Statuscode führen. Die DNS-Einstellungen steuern, wie Ihre Domain mit dem Server verbunden ist, und bereits geringfügige Fehlkonfigurationen können den Zugriff auf die angeforderte Ressource verhindern.
Zur Behebung dieses Problems sollte überprüft werden, ob die DNS-Konfiguration korrekt eingerichtet ist. Befinden sich sowohl Domain als auch Hosting bei Hostinger, verweist die Domain standardmäßig automatisch auf den richtigen Server.
Wenn Sie jedoch ein Hosting-Paket bei Hostinger nutzen, Ihre Domain aber bei einem externen Anbieter registriert ist, müssen die DNS-Einstellungen manuell angepasst werden. In diesem Fall sollten Sie sicherstellen, dass die korrekten Nameserver oder die richtige IP-Adresse hinterlegt sind.
Die erforderlichen Nameserver sowie die IP-Adresse finden Sie im hPanel. Diese Angaben können anschließend beim jeweiligen Domain-Provider aktualisiert werden. Eine ausführliche Anleitung dazu finden Sie in unserem Artikel zum Auffinden der Hostinger-Nameserver (auf Englisch).
Beachten Sie, dass nach einer DNS-Änderung eine DNS-Propagierung erforderlich ist, die bis zu 24 Stunden dauern kann.

Datei- und Ordnerberechtigungen legen fest, wer auf die Daten in Ihrem Hosting-Konto zugreifen, sie bearbeiten oder ausführen darf. Sind diese Berechtigungen falsch konfiguriert, kann der Webserver den Zugriff auf bestimmte Seiten blockieren, was wiederum einen 404 Error zur Folge haben kann.
Als Hostinger-Kunde können Sie die Berechtigungen einfach auf die Standardwerte zurücksetzen, indem Sie das Tool Dateibesitz reparieren im hPanel verwenden. Dieses stellt sicher, dass Dateien und Ordner die korrekten Zugriffsrechte erhalten.
Wichtig! Die Standardberechtigungen bei Hostinger sind wie folgt definiert: Dateien sind auf 644 gesetzt, sodass der Eigentümer lesen und schreiben darf, während andere Benutzer nur Leserechte haben. Ordner verwenden den Wert 755, wodurch der Eigentümer lesen, schreiben und ausführen kann, während andere lediglich Lese- und Ausführungsrechte besitzen.
Eine fehlerhafte oder korrupte .htaccess-Datei kann einen 404 Error verursachen. Diese Datei steuert unter anderem URL-Weiterleitungen und Zugriffskontrollen. Enthält sie fehlerhafte Regeln, kann dies dazu führen, dass Seiten nicht korrekt ausgeliefert werden und Fehler „Seite nicht gefunden“ auftreten.
Um dieses Problem zu beheben, können Sie zunächst die bestehende .htaccess-Datei deaktivieren. Navigieren Sie dazu über den Dateimanager Ihres Hosting-Anbieters in das Verzeichnis public_html und benennen Sie die vorhandene Datei beispielsweise in .htaccess_old um.
Nachdem die Datei deaktiviert wurde, erstellen Sie eine neue .htaccess-Datei und fügen den Standard-Code-Block hinzu. Eine ausführliche Anleitung mit den notwendigen Schritten und Codebeispielen finden Sie in unserem Artikel zum Erstellen einer neuen .htaccess-Datei (auf Englisch).
Wurden einzelne Inhalte oder Seiten versehentlich gelöscht oder beschädigt, kann das Einspielen eines Backups helfen, verlorene Inhalte wiederherzustellen und 404-Error zu beheben. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn externe Links Besucher auf nicht mehr vorhandene Seiten weiterleiten.
Hostinger-Nutzer können diesen Vorgang direkt im Bereich Backups im hPanel durchführen. Dort haben Sie die Möglichkeit, Website-Backups herunterzuladen oder mit wenigen Klicks wiederherzustellen.
Eine regelmäßige Überprüfung auf 404-Error ist entscheidend, um die Funktionsfähigkeit Ihrer Website sicherzustellen und Frustration bei Besuchern zu vermeiden. Im Folgenden finden Sie bewährte Methoden, mit denen sich 404-Fehler zuverlässig identifizieren und beheben lassen.
Die Google Search Console stellt leistungsstarke Funktionen zur Verfügung, um den technischen Zustand Ihrer Website zu überwachen. Navigieren Sie im Dashboard zu Indexierung → Seiten und wählen Sie im Bereich Warum Seiten nicht indexiert werden den Status Nicht gefunden (404) aus. Dort wird eine Liste aller URLs angezeigt, die aktuell einen 404 Error auslösen.

Alternativ können Sie eine bestimmte URL direkt in das Suchfeld am oberen Rand der Google Search Console eingeben. Das Tool zeigt an, ob die Seite indexiert ist oder einen 404-Fehler zurückgibt. Nachdem Sie das zugrunde liegende Problem behoben haben, können Sie Google über die Funktion Indexierung beantragen auffordern, die Seite erneut zu crawlen und zu indexieren.
Spezialisierte Tools wie Screaming Frog oder der Broken Link Checker von Ahrefs eignen sich besonders gut, um 404-Error systematisch aufzuspüren. Diese Anwendungen crawlen Ihre gesamte Domain und identifizieren defekte interne sowie externe Links. So können problematische URLs frühzeitig korrigiert werden, bevor sie sich negativ auf die User Experience (UX) oder die SEO-Leistung Ihrer Website auswirken.

Neben automatisierten Tools bleibt auch die manuelle Prüfung ein wichtiger Bestandteil der Fehlerkontrolle. Überprüfen Sie regelmäßig interne Verlinkungen, um sicherzustellen, dass diese Besucher zuverlässig auf die vorgesehenen Inhalte führen.
Werten Sie zudem Nutzerfeedback aus. Besucher stoßen häufig auf 404-Error, die von automatisierten Scans nicht erfasst werden – etwa über selten genutzte URLs oder externe Verlinkungen, die nicht Teil des regulären Crawl-Budgets oder Crawl-Pfads sind.
Die Behebung von 404-Fehlern ist entscheidend, um die SEO-Leistung Ihrer Website langfristig aufrechtzuerhalten. Wenn Nutzer und Suchmaschinen-Bots regelmäßig auf Seiten stoßen, die nicht gefunden werden, signalisiert dies eine schlechte User Experience (UX) und kann sich negativ auf die Sichtbarkeit, die Reputation und das Ranking Ihrer Website auswirken.
Aus diesen Gründen sollten 404-Error zeitnah behoben werden:
Die Behebung von 404-Fehlern ist ein wichtiger erster Schritt zur Sicherstellung der technischen Gesundheit Ihrer Website. Sie schützt Besucher vor Frustration und stellt sicher, dass Suchmaschinen Ihre Inhalte korrekt crawlen und indexieren können.
Defekte Links sind jedoch häufig nur ein Teil eines größeren Problems. Sie weisen oft auf den Bedarf einer umfassenderen technischen Überprüfung hin – eines vollständigen Website-Audits.
Ein solches Audit umfasst regelmäßige Prüfungen Ihrer Website in Bezug auf SEO, Sicherheit und Performance. Es hilft dabei, versteckte Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben, bevor sie sich negativ auf Traffic, Rankings oder die User Experience auswirken. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Anleitung zum Durchführen eines Website-Audits.
Alle Tutorial-Inhalte auf dieser Website unterliegen Hostingers strengen redaktionellen Standards und Normen.